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Über mich

Meine Herkunft

Ich bin am 21. März 1961 im Kreiskrankenhaus in  Biedenkopf als erstes Kind von Günther und Brigitte Weide zur Welt gekommen. Meine Eltern und Großeltern führten zu dieser Zeit gemeinsam den Berggasthof Didoll bei Richstein, zu dem damals auch noch ein landwirtschaftlicher Nebenerwerbsbetrieb gehörte. Eine der „Lieblingsbeschäftigungen“ für meinen zwei Jahre jüngeren Bruder und mich war daher in unserer Kindheit das „Stall machen“, vor dem es sich möglichst immer irgendwie zu drücken galt.

 

Schulausbildung

Wie viele Wittgensteiner Dörfer hatte auch Richstein bis 1969 noch eine selbständige Volksschule. Ich habe daher das Glück gehabt, in dieser kleinen Volksschule noch das erste und zweite Schuljahr besuchen zu dürfen. Da die ganze Schule nur zwei Klassenräume hatte, waren wir also mit vier Jahrgängen in einem  Raum.  Die Grundschullandschaft hat es aber auch damals schon kräftig durcheinander geworfen. Und so ging es im „Dritten“ nach Arfeld und schon im Jahr darauf nach Dotzlar in die Grundschule.Was pädagogisch aus heutiger Sicht sicher fragwürdig ist, das war für mich damals eine fantastische Gelegenheit neben Richstein auch noch weitere Wittgensteiner Dörfer kennen zu lernen und dort Freundschaften zu schließen, die teilweise bis heute gehalten haben.Die Realschulzeit brachte den ersten Kontakt mit Berleburg, für mich als Junge vom Didoll eine damals zunächst mächtig große Stadt. Aber es muss mir gefallen haben, denn anschließend habe ich hier auch noch die Handelsschule erfolgreich besucht.

 

 

Beruf, Studium, Weiterbildung

Nach der langen Schulzeit stand mir wie vielen meiner Klassenkameraden der Sinn nach praktischen Dingen.  In meinem Fall wurde daraus eine Lehre als Betriebsschlosser in einem Metall verarbeitenden Betrieb in Banfe. Also im Blaumann mit der Feile an die Werkbank. Den  Gesellenbrief in der Tasche habe ich dann aber doch noch mal die Schulbank gedrückt und mir mit dem Fachabitur für Technik den Zugang zur Uni-Siegen erarbeitet. Dort angekommen habe ich tatsächlich ein Physikstudium begonnen. Toll, was von Relativitätstheorie bis Quantenmechanik so alles unser Universum erklärt und zusammenhält. Auf Dauer war mir, dem Jungen vom Didoll, das aber doch ein wenig weit weg vom praktischen Leben,

Als praktischer - auch für den Lebensunterhalt der inzwischen vorhandenen eigenen kleinen Familie - hat sich daher der Bereich „Qualitätsmanagement“ angeboten, in den ich bei einem Betrieb in Bad Berleburg einsteigen konnte. Parallel zur Arbeit dort, die auch mit Schichtarbeit verbunden war, habe ich mich noch in Abendkursen im Siegerland im Qualitätsmanagement weitergebildet.

So gerüstet, konnte ich zu Beginn der 90er-Jahre bei meinem heutigen Arbeitgeber in Schameder eine Aufgabe in leitender Funktion hauptsächlich im Beschwerdemanagement und der Prozessoptimierung übernehmen. Bei einem technisch anspruchsvollen Produkt und einem weltweiten Kundenkreis geht das nicht ohne die Fähigkeit, die Mitarbeiter und Kunden  - den Faktor Mensch - in den Mittelpunkt zu stellen, damit die technischen und kaufmännischen Fragen dauerhaft zu aller Zufriedenheit gelöst werden können.

Neben dem Umgang mit sehr verschiedenen  Kulturkreisen hat mich in all den Berufsjahren  zunehmend betriebswirtschaftliches Denken begleitet und beschäftig. So habe ich schließlich berufsbegleitend  im Abendstudium eine mehrjährige Weiterbildung bei der IHK zum Technischen Betriebswirt absolviert und diese als bester Absolvent meines Jahrgangs im IHK- Bereich Siegen-Wittgenstein und Olpe abschließen können, eine Leistung, auf die  ich bis heute ein wenig stolz bin.

Familie

Meine Frau Marion verdanke ich der Kernstadt. Wir haben uns kennengelernt als ich hier mit 18 Jahren für eine kurze, interessante Zeit meinen Azubi-Lohn als Diskjockey im „Bistro“ am Marktplatz aufbesserte.
Marion und ich haben 1982 geheiratet. Seit dem  leben wir auch in der Kernstadt Bad Berleburgs, seit 1996 im eigenen kleinen Reihenhaus in der Bernauer Straße. Unsere Tochter Ann Christin ist im Jahr 1985 zur Welt gekommen und  studiert, inzwischen längst erwachsen geworden, heute in Münster.

 

 

Hobby Kommunalpolitik

Mit dem Virus Kommunalpolitik habe ich mich bereits im Jahr 1989 infiziert, als ich als so genannter Sachkundiger Einwohner Mitglied Ausschuss für Touristik und Kultur der Stadt Bad Berleburg wurde. Ab dem Jahr 1994 war ich als Sachkundiger Bürger Mitglied im Bauausschuss und seit 1999, also nun schon 10 Jahre, bin ich Mitglied der Stadtverordnetenversammlung der Stadt Bad Berleburg. Der Bauausschuss blieb lange ein Schwerpunkt, dazu kam der Stadtentwicklungsausschuss, den ich einige Jahre als Vorsitzender geleitet habe. Seit 2007 führe ich die SPD-Fraktion als Vorsitzender und bin unter anderem als Mitglied im Haupt- und Finanzausschuss tätig. Trotz unvermeidlicher Rückschläge hat mich die Kommunalpolitik wohl inzwischen unheilbar gepackt.
Rückblickend kann  ich sagen, dass ich gemeinsam mit meiner Fraktion, aber auch mit den anderen Kolleginnen und Kollegen im Rat doch Vieles habe auf den Weg bringen können, das unser Gemeinwesen stärkt und nach vorn bringt. Allerdings erschreckt es mich immer noch als Politiker bezeichnet zu werden. Ich selbst habe mich nie so gesehen, denn ich empfinde es eigentlich ein wenig  als Verpflichtung für Jeden, sich um das Wohl und die Zukunft seiner Gemeinde und seiner Nachbarn zu kümmern.

Freizeit…

… ist bei mir zum Leidwesen meiner Familie neben Beruf und Kommunalpolitik etwas selten geworden. Wenn sich dann aber doch terminfreie Abende oder Wochenenden einstellen, dann jogge oder wandere ich sehr gerne durch die wunderschöne Natur rund um Bad Berleburg.  Bücher von John Grisham und Ken Follet im englischen Original, aber auch  die Lokalgeschichte unserer Region, sind etwas Gutes für den kalten Winter in Wittgenstein. Das größte Gefühl von Entspannung und Freizeit allerdings ist für mich ein warmer Nachmittag im Sommer in meiner Hängematte im Garten mit sanfter Musik auf den Ohren.  Wenn aber wirklich Urlaub angesagt ist, dann sind Kreta und Schweden bevorzugte Ziele.  Landschaftlich unvergleichlich beeindruckend waren für meine Frau und mich aber die schottischen Highlands, die wir in 2004 besucht haben.